WER DABEI IST: MENSCHEN IN WIRKLICHKEIT






Sel Veey
ist kein Mensch.

Tain Hett
fühlt sich nur in einem Steinturm sicher, und auch dort nicht immer.

Rega Mansfeld
Tain findet, daß Rega viel zu viel über ihn weiß.

Leen Dayna
Mutation mit verminderter Lebenserwartung.

Lilly Giulini
Eine Erinnerung aus Kreidestaub.

Daro Staale
Seine Aufgabe ist in erster Linie, die vielen Aufgaben, die er hat, sinnvoll abzugeben.

Casyle Sar
sieht ihre Aufgabe in erster Linie darin, anderen etwas zu geben.

Berenice Alder
mißt ihren Wert vor allem an ihrer Wirkung auf die Männer, die sie auswählt.

Inir Bendthaus
Eine Seejungfrau, die sich nicht zum Schweigen bringen läßt.

Talis Seera
hat gelernt, zu reden, ohne zu sprechen.

Léry Lassigue
ist die andere Hälfte von Inir. Bei ihrer Hochzeit haben sie mit Salzwasser angestoßen.

Katharin Hausser
will unbedingt den Längsgestreiften finden.

Der Längsgestreifte
ist eine Traumgestalt, gezeichnet von Qual und Zerstörung.

Constri
Als Katharins Schwester Constri endlich wieder auftaucht, entsteht der Film "Endless loop", ein Film über die Ewigkeit.

Gertrun "Runi" Rutt
Eifrig, voll von dissozialem Engagement und unbeschreiblich wohlmeinend.

Gangolf Manthey
bewegt sich locker-lässig zwischen Sadismus und Vereinsheim.

Cay-Thyl
hat für alle Fälle immer ein Pülverchen dabei.

Tyron
Ein Schattenwesen aus Papier.





WIRKLICHKEIT: IST SIE INNEN ODER AUSSEN?


Diese Geschichte stellt die Frage, wohin man fliehen kann, wenn man fliehen will, aber nicht weiß, wovor ... und wenn man nicht weiß, wohin man will.
Denn wohin man auch geht, sich und seine Wirklichkeit nimmt man immer mit ...





WIRKLICHKEIT: INHALT


Der erste Teil handelt von dem Informatiker Tain Hett, der als Zwanzigjähriger durch Verwandte die Gelegenheit bekommt, in einer anderen Welt Karriere zu machen. Diese Parallel-Welt nennt sich "Saroud". Tain arbeitet dort für Staale, den Kommandanten des Raumflughafens Stellwerk. Mit achtundzwanzig Jahren entschließt sich Tain zur Rückkehr auf die Erde, wo er in der Saroud-Außenstelle "Lanwer" eingesetzt werden soll. Daraus wird jedoch vorerst nichts. Es kommt zu unvorhergesehen Ereignissen und zu einem monatelangen Aufenthalt in einem Forschungsinstitut in Stellwerk-SalaRien, wo Tain sich ausgedehnte Wortgefechte - und nicht nur Wortgefechte - mit dem Androiden Sel Veey liefert. Es fällt ihm schwer, sich bewußt zu machen, daß Sel keine eigene Persönlichkeit besitzt.
Als Tain endlich nach Lanwer überwechseln kann, läßt er seine Verlobte Berenice in Stellwerk zurück.

Der zweite Teil beginnt in der Vergangenheit und handelt von der Schülerin Katharin, die Geld verdient, indem sie für Staale Texte bearbeitet. Von Staales Herkunft ahnt sie nichts.
Mehr als fünfzehn Jahre später lernen Katharin und Tain sich kennen. Tain ist inzwischen neunundzwanzig Jahre alt und eingesetzt in Lanwer. Er verschweigt Katharin seine Verlobung mit Berenice ...

Im dritten Teil versucht Tain vergeblich, zu entscheiden, woran er sich erinnern will und woran nicht. Die Erinnerungen kehren nicht nur als Gedanken, sondern auch in Gestalt lebendiger Menschen zu ihm zurück ...

Der vierte Teil handelt von Menschen, die keine sind, von Menschen, die keine mehr sind, und von solchen, die zu leben scheinen, auch wenn sie nicht leben können.





WIRKLICHKEIT: ZEITGITTER


1. Teil: Hinter unseren Bergen

1.  Sel Veey - Gestalten der Furcht
1999:
Der achtundzwanzigjährige Tain Hett lebt in der fremden Welt "Saroud", wo er als Informatiker Karriere gemacht hat. Er möchte zur Erde zurückkehren und dort in der Außenstelle "Lanwer" arbeiten. Sein Kommandant Staale verhindert dies.


2.  L /. 7
1999 - 2000:
Tain streitet sich einen Winter lang mit dem Androiden Sel Veey, in der Hoffnung, daß Staale ihn endlich in die Heimat zurückkehren läßt. Sel Veey und dessen Programmierer Leen Dayna nehmen für Staale eine Schlüsselrolle ein. Von Leens Meinung macht Staale es abhängig, welche Entscheidung er trifft. Tain fühlt sich allen dreien ausgeliefert und sucht Halt in der Beziehung zu seiner Verlobten Berenice.



2. Teil: Menschenreste

1.  Gesellschaftsspiel
1978:
Die zwölfjährige Katharin erkennt, daß sie und ihre Mitschülerinnen nicht dieselbe Sprache sprechen.


2.  Keller
1981:
In ihrer Schule fühlt sich Katharin am wohlsten im Keller. Das ändert sich, als ihr Lehrer Herr Dobrock den Keller ebenfalls für sich entdeckt.


3.  Am Kanal
1983:
Katharin lebt allein im Haus ihrer Eltern, verdient durch Textbearbeitung viel Geld und hat ein verstörendes Erlebnis mit zwei Mitarbeitern eines Medienvertriebs.


4.  Der Längsgestreifte
Spätsommer 2000:
Tain ist auf die Erde zurückgekehrt und arbeitet in Lanwer. Über den Balkon gelangt er in Katharins Zimmer. Er hat sie in einer Discothek gesehen und will sie kennenlernen. Tain ist ihr gleich so vertraut, als hätte er sie ihr Leben lang begleitet. Sie ist auf der Suche nach dem "Längsgestreiften", einer Traumgestalt, die gezeichnet ist von Leiden und Demütigungen. In Tain glaubt sie ihn gefunden zu haben, auch ohne Längsstreifen.


5.  Rhohausen
Frühsommer 2001:
Katharin begegnet Tain nur selten, weil er meistens mit anderen Frauen beschäftigt ist. Eines Tages hat Katharin die Gelegenheit, mit ihm zwischen Heckenrosen über eine stillgelegte Autobahnstrecke zu gehen. Sie stellt fest, daß sie Tain zwar nicht vertrauen kann, daß sie ihm aber etwas anvertrauen und mit ihm trauern kann.


6.  Elfer raus!
Vorfrühling 2002:
Leens Tod bedeutet auch das Ende von Sel Veey, der anderen Programmierern unterstellt wird und dadurch seine Identität wechselt, sofern man überhaupt von einer Identität sprechen kann.


7.  Wer einmal liebt, dem glaubt man nicht
Frühling 2002:
An einem kalten Morgen trifft Tain sich mit Katharin und teilt ihr in einer Parkgarage mit, daß er seit Jahren eine Verlobte hat und sie nicht verlassen wird. Ungeachtetdessen setzt er seine übrigen Verhältnisse fort. Katharin teilt ihm mit, daß sie für ihn wieder zu sprechen ist, wenn er sich von allen Frauen - einschließlich seiner Verlobten - getrennt hat.



3. Teil: Der Blütenzweig - Das Ewige im Vergänglichen

1.  Der Steinturm
März 2008:
Der nahende Frühling hat in Tains Augen mehr mit dem Tod zu tun als mit dem Leben.


2.  Betonwelt
April 2008:
Tain entdeckt im Haß einen Weg, den Haß zu verlieren.



4. Teil: Ende ohne Ende

1.  Not feeling cold
Oktober 2008 - Mai 2009:
Es geht um die Frage, wer gewinnt ... und woran man erkennt, wer gewonnen hat.


2.  Novembermorgen
November 2009:
Ein Toter begibt sich in Konkurrenz zu einem Menschen aus Papier. Hier stellt sich die Frage, wer lebendiger ist.




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